Du’a aus dem Qur’an in der Niederwerfung rezitieren?
Alles Lob gebührt Allah.
Erstens:
Der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen auf ihm) verbot das Rezitieren des Qur’ans während der Verbeugung und Niederwerfung.
Muslim (479) überlieferte, dass Ibn ‘Abbas (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: “Der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen auf ihm) sagte: “Mir wurde verboten den Qur’an während der Verbeugung oder Niederwerfung zu rezitieren. Was das Verbeugen betrifft, verherrlicht euren Herrn darin und was das Niederwerfen betrifft, trachtet nach du’a, denn es verdient eine Antwort (von eurem Herrn).”"
Muslim (480) überlieferte, dass ‘Ali ibn Abi Talib (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: “Der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen auf ihm) verbot mir den Qur’an während der Verbeugung und Niederwerfung zu rezitieren.”
Die Gelehrten stimmen darüber überein, dass es makruh ist den Qur’an in der Verbeugung und Niederwerfung zu rezitieren.
Siehe al-Majmu’, 3/411; al-Mughni, 2/181.
Die Weisheit dahinter ist:
Es wurde gesagt, dass die beste Säule des Gebets das Stehen ist und das Beste von dhikr das Rezitieren des Qur’ans ist. So wurde das Beste mit dem Besten zusammengeführt und es ist nicht erlaubt es mit irgend etwas anderem zusammenzuführen, auf dass niemand denkt, dass es gleich anderen Arten von dhikr ist. ‘Aun al-Ma’bud.
Es wurde gesagt, dass es so ist, weil der Qur’an die edelste aller Reden ist, weil es das Wort Allahs ist und die Position der Verbeugung und Niederwerfung eine der Demut und Unterwerfung seitens des Dieners ist, also ist es angemessener das Wort Allahs nicht in diesen zwei Positionen zu rezitieren. Majmu’ al-Fatawa, 5/338.
Zweitens:
Wenn eine Person eine du’a in der Niederwerfung rezitiert, die im Qur’an erwähnt wurde, wie die Worte (ungefähre Bedeutung), “Unser Herr, gib uns in dieser Welt Gutes und im Jenseits Gutes und verschone uns vor der Strafe des Feuers!” [al-Baqarah 2:201], dann ist nichts Falsches daran, wenn die Absicht ist du’a zu sprechen und nicht den Qur’an zu rezitieren, weil der Prophet (Allahs Friede und Segen auf ihm) sagte: “Die Handlungen sind entsprechend den Absichten und jede Person wird erhalten was sie beabsichtigt hat.” Berichtet bei al-Bukhari, 1; Muslim, 1907.
Al-Zarkashi sagte: “Es ist makruh, wenn es als Rezitation des Qur’an beabsichtigt ist, aber wenn es als du’a und Preisung beabsichtigt ist, dann ist dies wie jemand der Qunut durch das Rezitieren eines Verses machte.” Ende des Zitats.
Qunut durch das Rezitieren eines Verses aus dem Qur’an ist zulässig und ist nicht makruh.
Tuhfat al-Muhtaaj, 2/61.
Al-Nawawi sagte in al-Adhkar (S. 59)
“Wenn eine Person Qunut durch das Rezitieren eines Verses macht, welche eine du’a beinhaltet, dann hat sie Qunut gemacht, aber es ist besser die zu sprechen, wie in der Sunnah überliefert.” Ende des Zitats.
Dies trifft zu, wenn sie beabsichtigt du’a zu sprechen, wenn sie den Vers rezitiert.
Siehe al-Futuhat al-Rabbaniyah Sharh al-Adhkar al-Nawawiyah von Ibn ‘Allan, 2/308.
Die Gelehrten des ständigen Komitees wurden gefragt: Wir wissen, dass es nicht zulässig ist den Qur’an während der Niederwerfung zu rezitieren, aber es gibt einige Verse, die du’a beinhalten, wie die Worte: “Unser Herr, laß unsere Herzen sich nicht (von Dir) abkehren, nachdem Du uns rechtgeleitet hast.” [Aal 'Imran 3:8] Was ist das Urteil darüber solche du’a, die im Qur’an erwähnt wurden, während der Niederwerfung zu sprechen?
Sie antworteten: Daran ist nichts falsches, wenn es als du’a gemacht wird und nicht als Rezitation des Qur’an. Zitat ende.
Fatawa al-Lajnah al-Da`ima, 6/443,





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