Dein Herz ist die Säule deiner Anbetung

Dein Herz ist die Säule deiner Anbetung

Von ‘Abdullah ‘Azzam

„…Das Herz ist die Maschine, die alle Taten der Anbetung antreibt. Es ist das, was den vollständigen Körper bewegt! Solange das Herz lebt, werden die Glieder am Leben sein und die Seele sich selbst öffnen für die Anbetung. Wenn das Herz jedoch erkrankt, dann wird die Anbetung zu schwer für die Seele, was dazu führt Anbetung gegebenenfalls nicht zu mögen und zu hassen und wir suchen Zuflucht bei Allah davor. Aus diesem Grund sagte Allah, der Gepriesene und Erhabene, bezüglich des Gebets:

„Und helft euch durch Geduld und Gebet; dies ist wahrlich schwer, außer für Demütige.” (2:45)

Das Gebet ist schwer, weil es nicht die Beine und Hände sind, die für das Gebet aufstehen. Was für das Gebet aufsteht ist das Herz und die Seele.

„Wahrlich, die Heuchler versuchen, Allah zu überlisten; doch Er wird sie überlisten. Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, dann stehen sie ungern auf; (sie tun dies nur), um von den Menschen gesehen zu werden, und sie gedenken Allahs nur selten.” (4:142)

Auf Grund dessen ist es das Herz, das für die Anbetung aufsteht. Die Glieder sind einfach Sklaven des Herzens, die das ausführen, was das Herz ihnen befiehlt. Wenn das Herz am Leben ist, dann wird die Seele am Leben sein und Anbetung wird geliebt und versüßt für die Herzen und Seelen und sich werden sich dafür öffnen.

Wenn jedoch das Herz erkrankt, dann wird ihm die Anbetung zu schwer. Das Herz ist wie das Verdauungssystem: Im Augenblick ist für dich die beliebteste Sache Fleisch. Wenn du jedoch ein Geschwür in deinem Verdauungssystem trägst, dann wird das Fleisch, mit all seinem Fett und Öl, zur meist gehassten Sache, da es erkrankt ist. Süßigkeiten sind ebenfalls etwas, was für die Seele geliebt ist. Wenn du z. B. im Augenblick fasten würdest und du dabei wärst dein Fasten mit einigen Desserts zu brechen, dann würde deine Seele damit befriedigt sein, richtig? Wenn jedoch jemand an Diabetes leidet, dann wird dieser nicht in der Lage sein dieses zuckerhaltige Essen zu verarbeiten, auch wenn diese von ihm geliebt werden.

Das Herz ist gleich dem: Es muss stark sein, so dass es Anbetung verrichten kann, die stark ist. Je stärker dein Herz wird, desto mehr Anbetung, soviel wie du willst, kannst du auf ihm werfen. Du solltest aufstehen zum Gebet in der Nacht und du wirst dieses Gebet schätzen und den Schlaf als deinen Feind betrachten:

„Ihre Seiten halten sich fern von (ihren) Betten; sie rufen ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an…” (32:16)

Er beginnt sich davon fernzuhalten, weil eine Feindschaft entsteht zwischen ihm und seinem Bett. Er betet hinter dem Imam und sagt zu sich selbst, „Wenn er nur das Gebet länger machen würde”, so dass er sich steigert in seiner Hingabe zur Anbetung und dem Kosten seiner Süße.

Zeitweise würde ich ein normales Gebet mit den Leuten hinter mir beten. Die Jugend würde dann zu mir kommen und (den Hadith) sagen: „Wer auch immer die Leute im Gebet leitet, sollte es ihnen erleichtern”, die Jugend! Und es wäre ein alter Mann hinter mir, der zwischen 90 und 100 Jahre alt wäre, dessen Gesicht mit weißem Licht erfüllt ist, der zu mir sagen würde: „Verlängere weiter das Gebet und antworte ihnen nicht.” Ein Mann von 90 Jahren erlangt den Genuss eines langen Gebets und ein Junge von 20 Jahren, der vielleicht Karate und Judo praktiziert, kann das gleiche Gebet nicht verarbeiten.

Warum?

Wenn er das Fußballfeld betritt und dort zwei Stunden verbringt ohne Müde zu werden, warum wird er dann Müde vom 5 minütigen Hören des Qur’an? Der Unterschied zwischen einem kurzen Gebet und einem langen Gebet ist lediglich fünf Minuten, also warum wird er Müde von diesen fünf Minuten des Qur’ans, wo er doch von zwei Stunden Fußball nicht Müde wurde? Warum wird er nicht Müde durch das zweistündige Stehen und Starren auf ein aufgepumptes Stück Leder, dessen Herz dem zugeneigt ist?

Weil das, was zum Gebet aufsteht, das Herz ist und was aufsteht für Sport lediglich der Körper und die Muskeln sind.”

[Aus einem Vortrag, gehalten von ‘Abdullah ‘Azzam am 15. Juni, 1988, mit dem Titel, „Die wahre Vorbereitung", zu finden in der Sammlung, „at-Tarbiyah al-Jihadiyyah wal-Bina"; 1/220]

Urteil über das Rauchen

Urteil über das Rauchen

Frage:

Ist das Rauchen von Zigaretten Haraam?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah und Sein Frieden und Segen mögen auf Seinem Propheten, sallallahu ‘aleihi wa sallam, sein.

Rauchen ist eines der Dinge, das viele Probleme und Schäden in dieser Zeit verursacht hat und sich wie ein wildes Feuer ausgebreitet hat. Bevor wir dieses Thema im Detail behandeln, sollten wir wissen, dass Allah, der Allmächtige, Dinge auf der Welt in zwei Arten unterteilte, gute oder erlaubte (al-tayyibaat, al-halaal) und schlechte oder verbotene (al-khabaa’ith, al-haraam) und es gibt keine dritte Art. Allah sagt (in der ungefähren Bedeutung) in Surat al-A’raaf (7:157):

„…und er erlaubt (halaal) ihnen die guten Dinge und verwehrt (haraam) ihnen die schlechten…”

In Anbetracht dieser Tatsache, kann Rauchen entweder erlaubt und gut oder verboten und schlecht sein.

Folglich stellen wir einige seiner Merkmale dar und lassen die fragende Person selbst schauen in welche Art das Rauchen liegt.

1. Es gibt keine Unstimmigkeit unter den Medizinern und vernünftigen Menschen, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Es ist einer der Hauptursachen für Lungenkrebs und andere Krankheiten. Es ist ebenfalls einer der Hauptgründe für den Tod. Daher ist bekannt, dass das islamische Gesetz alles verbietet, was schädlich für den Menschen ist. Allah sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Und tötet euch nicht (gegenseitig)! Allah verfährt barmherzig mit euch.” (4:29)

Zusätzlich sagte Sein Prophet (sallallahu ‘aleihi wa sallam):

„Es gibt keinen Schaden oder Ursachen von Schäden (im Islaam).” (Arabisch: laa darar wa laa diraar“)

Er, sallallahu ‘aleihi wa sallam, sagte auch:

„Eine Person wird am Tag der Auferstehung nicht in der Lage sein sich zu bewegen, bis sie befragt wurde…über ihren Körper, womit sie ihn beschäftigte.”

Rauchen spricht ebenfalls gegen die Aussage des Propheten, sallallahu ‘aleihi wa sallam:

„Euer Köper hat ein Recht euch gegenüber.”

2. Es gibt keine Unstimmigkeit unter den Medizinern und vernünftigen Leuten, dass Rauchen schädlich für die Gesundheit anderer ist, welche den verschmutzten Atem des Rauchers einatmen. Medizinische Forschung hat die schädlichen Auswirkungen einer rauchenden Mutter gegenüber ihrer Kinder bewiesen.

3. Der widerwärtige Geruch, der durch das Rauchen verursacht wird ist eine Ursache der Qual für die Diener Allahs unter den Menschen und Engeln. Die Engel empfinden und leiden unter den selben Dingen wie die Menschen. Allah sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Und diejenigen, die gläubigen Männern und gläubigen Frauen ungerechterweise Ungemach zufügen, laden gewiss (die Schuld) der Verleumdung und eine offenkundige Sünde auf sich.” (33:5 8)

4. Das Geld, das für Zigaretten ausgegeben wird, wird für den Kauf von schädlichen Dingen verwendet und ist deswegen eine Verschwendung. Allah sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Und gib dem Verwandten, was ihm gebührt, und ebenso dem Armen und dem Sohn des Weges, aber sei (dabei) nicht ausgesprochen verschwenderisch. Denn die Verschwender sind Brüder der Satane, und Satan war undankbar gegen seinen Herrn.” (17:26-27)

Verschwendung (im Islam) bedeutet das Ausgeben für etwas, das Haraam ist.

Das Ausgeben von Geld für Zigaretten ist eine Vergeudung von Kapital. Der Prophet, sallallahu ‘aleihi wa sallam, sagte:

„Eine Person wird am jüngsten Tag nicht in der Lage sein sich zu bewegen, bis sie darüber befragt wurde…was er besaß und wie er es ausgab.”

In Anbetracht all dessen, das aufgeführt wurde, kann klar erkannt werden, dass Rauchen en Übel unter vielen anderen ist. Es ist nicht erlaubt darin zu verfallen, zu kaufen oder verkaufen, oder es auch nur jemand anderem anzubieten. Es obliegt einer Person, die dem verfallen ist, alle Bemühungen an den Tag zu legen und jede nötige Behandlung in Anspruch zu nehmen, es zu stoppen. Wenn die Ungläubigen den Schaden, der durch das Rauchen verursacht wird, erkannt haben und diesbezüglich Gesetze erließen, sollte der Muslim noch bestrebter sein es zu stoppen und jene behandeln, die dessen verfallen sind.

Wir bitten Allah, den Allmächtigen, jeden zu heilen, der diesem Übel verfallen ist und ihm zu helfen es aufzugeben. Allah ist die beste Leitung zum rechten Weg.

Islam Q&A

Sheikh Muhammed Salih al-Munajjid

Wissen ist Güte in dieser Welt - Ibnul Qayyim

Al-Hasan sagte bezüglich Allahs Aussage:

“…Unser Herr, gib uns in dieser Welt Gutes…” (2:201)

“Dies ist Wissen und Anbetung.”

Und bezüglich Allahs Aussage:

“…und im Jenseits Gutes…” (2:201)

“Dies ist das Paradies.”

Dies ist von den besten Erklärungen dieser Ayah. Gewiss, die Großartigste aller Güte dieser Welt ist nützliches Wissen und gute Taten.

Von den Aussagen des ‘Abdullaah ibn Mas’uud - Ibnul Qayyim

Von den Aussagen des ‘Abdullaah ibn Mas’uud

Ash-Sheikh Al Imaam Al ‘Alaamah Ibnu Qayyim Al Jawziiyah (رحمه الله)

Ein Mann in der Anwesenheit von ‘Abdullaah ibn Mas’uud sagte:

„Ich wünsche nicht unter den Gefährten der rechten Hand zu sein, ich wünsche unter den Muqarabuun (jene, die nahe (zu Allah) gebracht werden) zu sein!”

So sagte ‘Abdullaah:

„Aber hier ist ein Mann, der wünscht, dass wenn er stirbt er nicht wiederaufersteht [vor Angst vor Allah].” Womit er sich selbst meinte.

Er verließ eines Tages sein Haus und Leute folgten ihm, so sagte er zu ihnen:

„Gibt es irgendetwas, das ihr braucht?”

Sie sagten:

„Nein, aber wir wollen mit dir gehen.”

Er sagte:

„Geht zurück, weil es gering/unwürdig für den Anhänger ist und eine Fitnah für denjenigen, dem gefolgt wird.”

Er sagte auch:

„Wenn ihr über mich wüsstet, was ich über mich selbst weiß, würdet ihr Sand über meinen Kopf schütten.”

„Niemand von euch sollte Taqliid (blindes Folgen) gegenüber einem Mann, hinsichtlich seiner Religion, machen, wenn er (dem gefolgt wird) glaubt, dann glaubt er und wenn er ungläubig ist, ist er ungläubig. Wenn ihr jemandem Blind folgen wollt, dann nehmt jene, die als Vorbilder dahinschieden, denn gewiss jene, die am Leben sind, sind nicht sicher vor Fitnah.”

„Schaut auf euer Herz an drei Stellen:

1) Wenn du dem Qur’aan zuhörst;

2) in der Gesellschaft der Erinnerung (an Allaah);

3) und wenn du alleine bist.

Wenn du es nicht an den Stellen findest, dann bitte Allaah dich mit einem Herzen zu segnen, denn gewiss du hast kein Herz.”

„Gewiss die Leute sind bewandert in der Rede geworden, so ist derjenige, dessen Taten entsprechend seiner Rede sind, jener, der seinen Anteil des Lohnes erlangen wird und derjenige, dessen Taten Im Gegensatz zu seiner Rede sind, ist jener, der sich nur selbst tadelt.”

„Wahrlich ich glaube, dass einem Mann Wissen entflieht, das er einst besessen hat, aufgrund einer Sünde, die er beging.”

„Wissen ist nicht das viele Erzählen, sondern Wissen ist Furcht (vor Allaah).”

„Es gibt nichts auf dem Angesicht dieser Erde, das es mehr verdient für eine längere Zeit eingesperrt zu werden, als die Zunge.”

Vier Prinzipien für einen noblen Charakter - Ibnul Qayyim

Vier Prinzipien für einen noblen Charakter

Shaykhul Islaam Ibn Qayyim al-Jawziyyah

„Es ist nicht vorstellbar, dass jemand einen noblen Charakter besitzen kann, außer dass er auf vier Säulen gegründet ist:

Die Erste: Sabr (Geduld)

Die Zweite: ‘Iffah (Keuschheit)

Die Dritte: Shujaa’ah (Mut, Tapferkeit)

Die Vierte: Adl (Gerechtigkeit)

Geduld, regt ihn an tolerant zu sein, seinen Zorn zu kontrollieren, Unheil, das er von anderen erhält, zu ertragen und nachsichtig und bedacht in seinen Entscheidungen zu sein. Es motiviert ihn behutsam zu sein und nicht hastig und ungestüm.

Keuschheit, regt ihn an jegliches unbesonnenes Merkmal zu vermeiden, ob in seinen Aussagen oder Handlungen, und unterstützt ihn einen Sinn von Anstand und Rechtschaffenheit zu haben, welches der Inbegriff allen Gutes ist. Es hütet ihn vor Unzucht, Geiz, Lügen, Verleumdung und die Verbreitung von Geschichten, um Trennung und Zwietracht zwischen den Leuten zu verursachen.

Mur/Tapferkeit, regt ihn an einen Sinn von Selbstachtung zu haben, hohen Wert darauf zu legen und noble Umgangsformen zu haben und diese als einen Teil seiner natürlichen Bestimmung zu machen. Es unterstützt ihn ebenfalls sich anzustrengen und selbstlos zu sein, was im Wesentlichen wahre Tapferkeit ist und zu einem starken Willen und Selbstbestimmung führt. Es unterstützt ihn sich von seinen leidenschaftlichen minderen Begierden zu distanzieren, seinen Zorn zu kontrollieren und nachsichtig zu sein, weil er dadurch sein Naturell kontrollieren kann, es bei den Zügeln packen kann und sein heftiges und schädliches Verhalten zügeln kann, wie der Gesandte Allahs r sagte:

„Der Starke ist nicht derjenige, der seinen Gegner zu Boden ringen kann, doch ist vielmehr derjenige der Starke, der sich selbst kontrollieren kann, wenn er zornig wird.”

Dies ist wahre, echte Tapferkeit und es ist der einzige Charakterzug, den der Sklave nutzt, um seinen Gegner zu überwinden.

Gerechtigkeit, unterstützt ihn objektiv in seinem Benehmen gegenüber Leuten zu sein und gemäßigt zwischen den beiden Extremen, Nachlässigkeit und Extremismus, zu sein. Es motiviert ihn selbstlos und Gütig zu sein, welches der Mittelweg ist, zwischen absoluter Erniedrigung und Arroganz, und dies als ein Teil seiner Bestimmung und Aufmachung zu machen. Es unterstützt ihn tapfer zu sein, welches der Mittelweg zwischen Feigheit und Unbedachtsamkeit ist, und nachsichtig zu sein, welches der Mittelweg zwischen extrem unnötigen Zorn und Niederträchtigkeit ist.

Diese vier tugendhaften Charaktereigenschaften sind die Hauptlinie und Ursprung von allen noblen Manieren und die Basis von allen widerwärtigen und schändlichen Charaktereigenschaften ist auf vier Säulen aufgebaut:

Die Erste: Jahl (Unwissenheit)

Die Zweite: Dhulm (Unterdrückung)

Die Dritte: Shahwah (seinen minderen Gelüsten zu folgen)

Die Vierte: Ghadab (Zorn)

Unwissenheit, erlaubt ihn Gutes in der Form von Schlechtem und Schlechtes in der Form von Gutem zu sehen und das als unvollkommen zu betrachten, was vollkommen ist, und das als vollkommen zu betrachten, was unvollkommen ist.

Unterdrückung, veranlasst ihn Dinge an Plätzen anzubringen, welche ihnen nicht entsprechen, so wird er zornig, wenn es Zeit ist glücklich zu sein und glücklich, wenn es Zeit ist zornig zu sein. Er ist unwissend und hastig, wenn es Zeit ist bedacht zu sein und bedacht, wenn es Zeit ist hastig zu sein. Er ist geizig, wenn es Zeit ist selbstlos zu sein und selbstlos, wenn es Zeit ist knauserig zu sein. Er ist schwach, wenn es Zeit ist tapfer zu sein und Verantwortung zu übernehmen und er übernimmt die Verantwortung, wenn es Zeit ist einen Schritt zurück zu gehen (und jemand anderes die Initiative ergreifen zu lassen). Er ist behutsam und nachsichtig, wenn es Zeit ist rau und standhaft zu sein und er ist rau und standhaft, wenn es Zeit ist nachsichtig zu sein. Er ist bescheiden, wenn es Zeit ist anspruchsvoll zu sein und Arrogant, wenn es Zeit ist bescheiden zu sein.

Seine minderen Gelüste zu folgen, unterstützt ihn fleißig in der Erlangung dessen zu sein, was die Seele in brünstig begehrt und geizig und gierig zu sein. Es unterstützt ihn sich selbst mit allen Arten von verabscheuungswürdigen und unüberlegten Merkmalen zu schmücken.

Zorn, animiert ihn arrogant, eifersüchtig und neidisch zu sein, Feindschaften gegenüber anderen zu hegen und unbedacht und schamlos zu sein.

Die Basis dieser vier abscheulichen und tadelnswerten Charaktereigenschaften sind zwei Säulen:

Entweder Selbst- Schändlichkeit oder Selbst- Hochmut.

Wie man Ikhlaas erlangt - Ibnul Qayyim

Wie man Ikhlaas erlangt

Sheikhul Islaam Ibn Qayyim al-Jawziyyah

Ikhlaas (Aufrichtigkeit) kann nicht mit der Liebe zum gelobt werden und der Gier für das, was die anderen Leute haben, im Herzen vereint werden, außer in der Art und Weise wie Wasser und Feuer vereint werden.

Also wenn dein Bewusstsein dir mitteilt Ikhlaas zu suchen, dann wende dich erst der Gier zu und schlachte sie mit dem Messer der Hoffnungslosigkeit[1], dann wende dich der Liebe zum gelobt werden zu und gib es auf, wie jene, die dieses Leben auf dieser Welt anbeten, das Jenseits aufgeben. Wenn du erfolgreich die Gier geschlachtet und die Liebe zum gelobt werden aufgegeben hast, dann wird Ikhlaas leicht für dich.

Und wenn du fragst:

„Und was wird das Schlachten der Gier und das Aufgeben der Liebe zum gelobt werden leicht für mich machen?”

So antworte ich: Was das Schlachten der Gier angeht, so ist das, was es dir erleichtert dein Wissen mit der Gewissheit, dass es nichts gibt, was auch immer begehrt wird, außer dass seine Schätze allein mit Allaah sind, niemand besitzt sie, außer Ihm und dem Sklaven wird nichts von dem gegeben, außer von Ihm.

Und was das Aufgeben der Liebe zum gelobt werden angeht, so ist das, was es dir erleichtert, dein Wissen, dass niemands Lob nutzt und ziert und niemands Schmähung schadet und jemanden hässlich machen, außer der Lob und die Schmähung von Allah, alleinig. Ein Beduine sagte zum Gesandten Allaahs (sallallahu ‘aleihi wa sallam):

„Gewiss, wen auch immer ich lobe ist geschmückt und wen auch immer ich schmähe ist ungeschmückt.”

So sagte Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam):

„Dies ist (für) Allaah, ‘aza wa jal, (allein).”

So gib den Lohn derer auf, deren Lob dich nicht schmückt und deren Schmähung dich auch nur irgendwie verschlechtern. Und ersuche das Lob Jenen, Dessen Lob all den Schmuck hat und Jenen, Dessen Schmähung all die Hässlichkeit hat. Und es ist unmöglich dies zu erlangen, außer durch Geduld und Gewissheit und wann immer du auch Geduld und Gewissheit verlierst, wirst du wie jemand, der den Ozean ohne ein Bot überqueren will.

Allaah, der Verherrlichte, sagte (in der ungefähren Bedeutung):

„So sei standhaft (o Muhammad). Gewiss, Allahs Versprechen ist wahr. Und diejenigen, die nicht überzeugt sind, sollen dich ja nicht ins Wanken bringen.” [30/60]

Und Er, der Allhöchste, sagte (in der ungefähren Bedeutung):

„Und Wir bestellten unter ihnen (den Kindern Israels) Vorbilder, die (sie) nach Unserem Befehl leiteten, als sie sich standhaft gezeigt halten und von Unseren Zeichen überzeugt waren.” [32/24]


[1] Die Hoffnung auf die Habseligkeiten dieser Welt aufgeben.

Das Festhalten an der Sunnah und der Jamaa’a

DAS FESTHALTEN AN DER SUNNAH UND JAMAA’AH

‘Umar berichtete, dass zu einem Anlass Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) unter ihnen aufstand und sagte: „Wer auch immer unter euch das Zentrum des Paradieses begehrt, möge die Nähe der Jamaa’ah (Gemeinschaft) halten, denn der Teufel begleitet eng das einsame Individuum (des Einzelnen) und nimmt mehr Abstand von zweien.”[1]

‘Abdullaah berichtete, dass zu einem Anlass Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) mit seiner Hand eine Linie in den Boden zog und sagte: „Dies ist der gerade Weg Allaahs.” Dann zog er eine Reihe weiterer Linien zur Rechten und zur Linken von ihr und sagte: „Jeder dieser Wege hat einen Teufel an ihrem Kopf, der die Menschen dazu aufruft.” Dann rezitierte er: „Dies ist Mein Weg, ein gerader. So folgt ihm! Und folgt nicht den (anderen) Wegen.[2][3]

‘Abdullaah ibn ‘Amr berichtete, dass Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Was mit den Kindern Israels geschah wird sicherlich meiner Nation widerfahren, Schritt für Schritt. Derart, dass wenn jene auftreten, die öffentlich Sex mit ihren Müttern haben, unter ihnen jene sein werden, die unter meiner Nation sind, die dies tun. Gewiss die Israeliten spalteten sich in zweiundsiebzig Gruppen und meine Nation wird sich in dreiundsiebzig Gruppen spalten, jede von ihnen wird im Feuer sein, außer eine.” Als sie (die Sahaabah) fragten: „Welche Gruppe ist dies, o Gesandter Allaahs?”, antwortete er: „Diejenige, welche meinen Gefährten und mir folgten.”[4]

‘Aa’ishah berichtete, dass der Prophet (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Wer auch immer etwas tut, was durch uns nicht anerkannt ist, dem wird es abgelehnt.”[5]

Anas ibn Maalik berichtete, dass der Gesandte Allaahs (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Wer immer meine Sunnah nicht mag ist kein wahrer Anhänger.”[6]

‘Abdur-Rahmaan ibn ‘Amr as-Salami sagte, dass er ‘Irbaad ibn Saariyah sagen hörte: „Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) hielt eine Predigt, welche die Augen mit Tränen überfließen ließ und die Herzen erweicht wurden. Wir sagten: „Allaahs Gesandter, dies ist die Predigt einer sich verabschiedenden Person! Also was trägst du uns auf?” Er sagte: „Ich verlasse euch in Helligkeit; seine Nacht ist (so hell) wie sein Tag. Niemand weicht davon ab, außer jenen, die dazu verdammt sind zu Grunde zu gehen. Wer auch immer überlebt, wird viele Differenzen sehen. Dann obliegt es euch an meiner Sunnah und der Sunnah der rechtgeleiteten und frommen Kalifen festzuhalten, mit dem, was euch geläufig ist. Haltet fest an ihr und beißt euch fest mit euren Zähnen und der Gehorsam (gegenüber dem Herrscher) ist obligatorisch für euch, auch wenn er ein abessinischer Sklave ist. Wahrlich der (wahre) Gläubige ist wie ein Kamel, das einen (stechenden) Zaum in seiner Nase hat. Zu welcher Richtung es auch getrieben wird, es ergibt sich in Unterwerfung.”[7]

Ibn Mas’uud berichtete, dass Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Ich werde euch zum Teich (im Paradies) führen und einige Menschen werden erzittern und von mir abfallen. Ich werde ausrufen: „O Herr, sie sind meine Anhänger!” So wird gesagt werden: „Du weißt nicht was sie nach deinem Ableben erfunden haben.”"[8]

Abuu Dardaa berichtete, dass Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) zu ihnen heraus kam, während sie saßen und Erwähnungen der Armut machten, und sagte: „Fürchtet ihr Armut? Bei Allaah, in Dessen Hände mein Leben ist, (die Reichtümer) dieser Welt werden in Hülle und Fülle über euch vergossen, bis nichts als diese (Welt) jemanden von euch veranlasst (von der Wahrheit) abzukommen. Bei Allaah, ich verlasse euch (nach mir) mit etwas gleich Helligkeit, seine Nacht und sein Tag sind gleich.” Abuu Dardaa sagte: „Bei Allaah, Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) hinterließ uns auf (einem Weg) gleich Helligkeit.”[9]

Al-Miqdaam ibn Ma’dikarib al-Kindi berichtete, dass Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Sehr bald wird einer meiner Traditionen eine Person erreichen, die zurückgelehnt auf ihrer Couch liegt und sagen wird: „Das Buch Allaahs (der Qur’aan) ist (ausreichend) zwischen euch und uns. Was auch immer wir darin als halaal (erlaubt) vorfinden akzeptieren wir als halaal und was auch immer wir darin als haraam (verboten) vorfinden nehmen wir als haraam.” Siehe, was immer Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam) als haraam erklärte ist wie das, was Allaah als haraam erklärte.”[10]

‘Abdullaah ibn Mas’uud berichtete unter der Autorität seines Vaters, dass der Gesandte Allaahs (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Derjenige, der absichtlich eine Lüge auf mich zurückführt, soll seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.”[11]

Al-Munthir ibn Jariir berichtete unter der Autorität seines Vaters, dass der Gesandte Allaahs (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Wenn jemand eine gute Tradition, der gefolgt wird, einführt, der hat seinen Lohn dafür und den Lohn gleich des Lohnes derjenigen, die ihr folgen, ohne irgendeine Minderung ihres Lohnes; und wenn jemand eine schlechte Tradition, der gefolgt wird, einführt, auf dem liegt seine Last, sowie die Last derer, die danach handelten, ohne irgend eine Minderung ihrer Lasten.”[12]

‘Amr ibn ‘Awf al-Muzanii berichtete, dass der Gesandte Allaahs (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte: „Derjenige, der eine meiner Sunnan wieder belebt und die Leute danach handeln, wird einen Lohn erhalten gleich dem Lohn derer, die danach handelten; nichts von seinem Lohn wird abgerechnet.”[13]

‘Abul-‘Aaliyah[14] berichtete, dass der Sahaabii, Ubayy ibn Ka’b, sagte: „Haltet fest am Wege Allahs und klammert euch fest an der Sunnah, denn jeder auf dem Wege Allahs entsprechend der Sunnah, dessen Augen mit Tränen anschwellen vor Frömmigkeit, wenn er Allaahs, dem Allerbarmer, gedenkt, wird niemals vom Höllenfeuer berührt werden. Sicherlich, eine angemessene Anstrengung auf dem Wege Allaahs und der Sunnah ist besser, als eine große Anstrengung im Gegensatz zu ihnen.”

Sa’iid ibn Jubayr[15] berichtete, dass der Sahabii, ibn ‘Abbaas, sagte: „Einem Mann zu folgen, von jenen, die an der Sunnah des Propheten (sallallahu ‘aleihi wa sallam) festhalten, andere zur Sunnah aufzurufen und Neuerungen zu verbieten, sind in sich selbst Anbetungen.”

‘Aasim berichtete, dass Abul-‘Aaliyah sagte: „Haltet fest am Wege, wie die Dinge waren, bevor die frühere Generation gespalten wurde.” Abu-Ishaaq al-Fazaarii berichtete, dass al-Awzaa‘ii[16] sagte: „Beschränkt euch selbst geduldig auf die Sunnah und schreitet nicht über die Grenzen hinaus, wie sie durch die Entschlüsse der Sahaabah gehalten wurden; haltet ihre Positionen ein und meidet was sie mieden. Nehmt den Pfad eurer rechtschaffenen Vorfahren ein, denn wahrlich was ausreichend für sie war ist ausreichend für euch.”

‘Ubayy überlieferte, dass er Sufyaan[17] sagen hörte: „Eine Erklärung des Glaubens ist bedeutungslos ohne entsprechende Taten: Aussagen und Taten sind nur echt, wenn sie auf aufrichtige Absichten basieren; und Aussagen, Taten und Absichten sind nur korrekt, wenn sie mit der Sunnah übereinstimmen.”


[1] Gesammelt bei at-Tirmidhii und durch al-Albaanii in Sahiih Sunan at-Tirmidhii (Nr. 175 8) als authentisch eingestuft.

[2] Suurah al-An’aam 6:153

[3] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/7/11).

[4] Gesammelt bei at-Tirmidhii und authentisiert von al-Albaanii in Sahiih Sunan at-Tirmidhii (Nr. 2129).

[5] Gesammelt bei al-Bukhaarii (Engl. Übers. 3/535-6/861) und Muslim (Engl. Übers. 3/931/4266).

[6] Gesammelt bei al-Bukhaarii (Engl. Übers. 7/1-2/1) und Muslim (Engl. Übers. 2/703-4/3236).

[7] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/13-4/41).

[8] Gesammelt bei al-Bukhaarii (Engl. Übers. 8/378-9/578861) und Muslim (Engl. Übers. 4/1238/5690).

[9] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/6/5).

[10] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/7/12).

[11] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/11/28).

[12] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/40/168).

[13] Gesammelt bei Ibn Maajah, authentisiert von al-Albaani in Sahiih Sunan Ibn Maajah (1/41-2/173).

[14] Sein Name war Ziyaad al-Barraa und er kam aus Basrah. Er war unter den zuverlässigen Überlieferern von Hadiith der Sahaabah. Sein Tod war im Jahre 709 und Hadithe, welche von ihm überliefert wurden, können bei beiden, al-Bukhaarii und Muslim, gefunden werden. (Ibn Hajar, Taqriib at-Tahthiib, Band 2, S. 443, Nr. 10)

[15] Ein zuverlässiger Überlieferer von den Sahaabah, welcher in Kufah geboren wurde. Er wurde vom General der Umayyad, al-Hajjaaj ibn Yousuf, im Jahre 713 im Alter von ca. fünfzig getötet. (Taqriib at-Tahthiib, Band 1, S. 292, Nr. 133)

[16] ‘Abdur-Rahmaan ibn ‘Amr al-Awzaa’ii (gest. 677) war ein bekannter und zuverlässiger Überlieferer von Hadith, wie auch ein bedeutender Gelehrter des islamischen Rechts. (Taqriib at-Tahthiib, Band 1, S. 493, Nr. 1064)

[17] Sufyaan ibn Sa’iid ath-Thawrii (gest. 681) war ein zuverlässiger Überlieferer von Hadith und ein bekannter Gelehrter des islamischen Rechts. (Taqriib at-Tahthiib, Band 1, S. 311, Nr. 312)

Meine Mutter - Mein bester Freund

Meine Mutter - Mein Bester Freund

von Muhammad Alshareef

Ummi

Aseer ibn Jaabir berichtet: Wann immer Leute aus dem Jemen kamen, fragte Umar sie: „Ist Uways Al-Qaranee unter euch?”, bis er schließlich eines Jahres Uways traf. Er sagte: „Bist du Uways Al-Qaranee?” Er antwortete: „Ja.” Umar fuhr fort: „Gereist über Muraad, dann über Qaran?” Umar fragte dann: „Warst du einmal von Lepra befallen und deine Haut heilte, mit Ausnahme von einer Stelle der Größe eines Dirhams?” Uways bestätigte: „Ja.” Umar fragte schließlich: “Hast du eine Mutter, die am Leben ist?” Er antwortete: „Ja.” Umar sagte dann: „Ich hörte den Gesandten Allahs - Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagen: ‚Uways ibn Aamir wird mit einer Delegation aus dem Jemen zu euch kommen, gereist über Muraad, dann über Qaran. Er war einst befallen von Lepra und seine Haut heilte, mit Ausnahme einer Stelle der Größe eines Dirhams. Er hat eine Mutter, welche er liebevoll behandelt. Wenn er für etwas bei Allah schwören würde, würde Allah seinen Eid erfüllen. Wenn ihr könnt, dann fragt ihn danach, für euch um Vergebung zu bitten‘“ Umar bat ihn dann: „Frag nach Vergebung für mich.“ Und Uways Al-Qaranee tat dies.

Allah Ta’ala befahl uns im Quran:

„ Und dein Herr hat befohlen: “Verehrt keinen außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht „Pfui“ zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise. Und senke für sie in Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sprich: „Mein Herr, erbarme dich ihrer (ebenso mitleidig), wie sie mich als Kleines aufgezogen haben!“ [QS: 17/23-24]

Ad-Daylami berichtet von Al-Husayn ibn Ali, dass der Prophet (sas) sagte: “Wenn Allah etwas Kleineres als „Uff“ als Respektlosigkeit gegenüber den Eltern gekannt hätte, hätte Er es als Haram verordnet.“ Ein Mann kam zum Propheten (sas), um die Erlaubnis für den Jihad zu erbitten. Der Prophet (sas) fragte ihn: „Sind deine Eltern am Leben?“ Er sagte: „Ja.“ Er - Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagte: „Erfülle Jihad (durch liebevolle Behandlung) an ihnen.“ [Bukhari]

Wenn jemand zu euch kommen und euch ein kostenloses Essen anbieten würde, was wäre eure Antwort? Zweifellos würdet ihr lächeln, liebevoll mit ihm reden und ihnen einen besonderen Platz in eurem Herzen reservieren.

Warum habt ihr dann für eure Eltern nur einen kalten Blick, harte Worte und raue Behandlung übrig? Sie haben lediglich die Bedeutung in unserem Leben, die wir ihnen zukommen lassen. Für 20 oder 30 Jahre haben sie uns gespeist, uns Kleidung gegeben, uns gewaschen und ihre Barmherzigkeit über unsere Haut ausgeschüttet. Ihre Liebe für uns stirbt nie und sie reicht sogar über uns hinaus, zu unseren Kindern und zu den Kindeskindern.

Liebe Brüder und Schwestern, wir alle haben Eltern, ob sie mit uns sind oder nicht. Aber viele von uns geben ihnen weder die Stellung noch den Respekt und die Ehre, welche ihnen zusteht. Heute will ich euch und mich selbst an die wahre Stellung unserer Eltern erinnern, möge Allah ihnen allen Gnade erweisen!

Birr Al-Waalidayn ist eine Charakteristik des Mu’min. Al-Hasan Al Basree definierte diese wie folgt: “Al-Birr ist es, den Eltern zu gehorchen in allem, wonach sie fragen, solange es nicht Ungehorsam gegenüber Allah ist.

Uqooq ist es, die Eltern zu verleugnen, indem man ihnen alles von seiner Güte verwehrt.“

Nach dem Ijma’ der Ulamaa’ ist es Pflicht, Respektvoll und Gehorsam gegenüber den Eltern zu sein! Ibn Hazm sagte: “Den Eltern zu gehorchen ist eine Pflicht! Und er zitierte den Vers:

„ Und dein Herr hat befohlen: “Verehrt keinen außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte.“ [QS:17/23]

Für ein besseres Verständnis des Birr Al-Walidayn (Güte zu den Eltern) haben die Gelehrten folgende Bedingungen formuliert:

Erstens: Er sollte das Wohlbefinden der Eltern über das aller anderen setzen: über seines, das seiner Frau und seiner Kinder.

Zweitens: Er sollte ihnen gehorchen in allen Angelegenheiten, die sie ihm befehlen oder verbieten, unabhängig, ob es seinen Wünschen entspricht oder nicht, solange diese nicht den Ungehorsam gegenüber Allah verlangen.

Drittens: Er soll ihnen alles anbieten, von dem er denkt, dass es ihnen Freude bereitet, egal ob sie danach fragen oder nicht. Er soll es ihnen anbieten mit Güte und Barmherzigkeit und dem ständigen Bewusstsein, dass - egal was er macht - er der wahren Güte, die ihnen zusteht, nicht gerecht wird.

Allahs Liebe kommt, wenn unsere Eltern uns lieben. Und Allahs Zorn kommt, wenn unsere Eltern uns zürnen. Ibn Abbas (ra) sagte: „Es gibt drei Sachen, die nicht akzeptiert werden, wenn ihr Gegenstück nicht erfüllt ist. (Und er erwähnte):

„ Und Wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre -: “Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr.“ [QS: 31/14]

Ibn Abbaas fuhr fort: „Somit wird Allah die Taten derer nicht annehmen, die Allah gegenüber dankbar sind, jedoch nicht gegenüber den Eltern.“

Der Prophet (sas) sagte: „Die Freude Allahs ist von der Freude der Eltern und der Zorn Allahs ist vom Zorn der Eltern.”

Lasst uns darüber nachdenken, wie die meisten von uns ihre Eltern behandeln. Wir schrecken zurück, wenn sie etwas benötigen. Nie besuchen wir sie, wenn wir erst einmal weggezogen sind. Tatsächlich werden viele Leute ihre Eltern los, indem sie sie in Altersheimen unterbringen. Und wenn es mal zu einer Auseinandersetzung zwischen uns und unseren Eltern kommt, streiten wir mit ihnen, als ob sie unsere schlimmsten Feinde wären; möge Allah uns alle beschützen.

Vergleicht dies mit jenen, die vor uns kamen. Dhibyaan ibn Ali ath-Thowree (ra) reiste zu seiner Mutter nach Makkah. Dort – in der brodelnden Hitze – grub er ein kleines Loch und füllte es mit Wasser. Dann wandte er sich zu seiner Mutter und sagte: „Ummi, setz dich in dieses Wasser, um dich abzukühlen.“

Für viele von uns sind unsere Freunde wertvoller als unsere Mütter und unsere Väter. Vergessen haben wir die Zeit, in der ein Mann zu dem Propheten (sas) kam und fragte, wem seine Gefährtschaft mehr zusteht, als dem Propheten (sas)? Er (sas) sagte: „Deiner Mutter!“ Der Mann fragte wieder und wieder, und der Prophet (sas) antwortete: „Deiner Mutter! Deiner Mutter!“ Bis er (sas) beim vierten Mal sagte: „Deinem Vater.“ Wenn heutzutage die häufige Frage gestellt wird: „Wer ist dein bester Freund?“, wie viele Menschen würden dann antworten: „Meine Mutter!“ Dies aber ist die Art, wie diese Frage beantwortet und praktiziert werden sollte.

Was unsere Eltern zufrieden stellt, kommt vor allem anderen, solange es nicht mit dem Ungehorsam gegenüber Allah zu tun hat. Die Gelehrten haben dies verstanden und anhand ihrer eigenen Leben Beispiele gesetzt.

Haywah bin Shurayh (ra), einer der Imame unserer Ummah, pflegte gegenüber seines Hauses zu unterrichten. Seine Mutter rief ihn während des Unterrichts, damit er die Hühner fütterte. Er stand auf und verließ den Unterricht kurz, um die Hühner zu füttern.

Wir alle wollen, dass Allah uns annimmt, wir alle würden gerne ins Paradies kommen. Schaut herunter – liebe Brüder und Schwestern – und ihr werdet das Paradies unter den Füßen eurer Mutter entdecken.

Mu’aawiyah ibn Jaahimah As-Sulamee erzählte:

Mein Vater, Jaahimah (ra) ging zum Propheten (sas) und fragte: “Oh Gesandter Allahs, ich möchte gerne kämpfen für Allahs Wohlgefallen und ich komme, um nach deinem Rat zu fragen. Der Prophet (sas) fragte ihn: “Ist deine Mutter am Leben?” Er sagte: “Ja.” Der Prophet (sas) riet ihm darauf: “Dann bleib in ihrer Nähe, da bei ihren Füßen das Paradies ist.” [Ahmad und An-Nasaa’ee]

Andererseits gilt, die Eltern traurig zu machen oder sie sogar zum weinen zu bringen, als einer der vielen Wege, Allahs Zorn auf sich zu lenken. Imam Ahmad berichtet von Abdullah ibn ‘Amr ibn Al-Aas (ra): Ein Mann kam zum Propheten (sas), um ihm seinen Treueid zu geben. Er sagte: “Ich bin gekommen, um dir meinen Treueid für die Hijra zu geben und ich habe meine beiden Elternteile weinend zurück gelassen.” Der Prophet (sas) wies ihn an: “Gehe zurück, und genauso wie du sie zum weinen gebracht hast, bringe sie wieder zum lachen.” Ibn Umar (ra) sagte: “Einen der beiden Elternteile zum weinen zu bringen, gehört zu den Uqooq, ist eine große Sünde!”

Shaykh al-Qaasim sagte einst: “Subhaan Allah! Wie können wir unsere Eltern schluchzend zurücklassen, mit Tränen, welche den Thron Allahs erschüttern, die Engel in den Himmeln durcheinander bringen und wir behaupten, dass wir Jihad machen, damit Allah mit uns zufrieden ist. Gehe zurück und mach sie glücklich mit deinem Besuch, so wie du sie traurig gemacht hast mit deiner Abreise. Wenn sie lachen und zufrieden sind, wird Allah zufrieden sein.”

Während der Beerdigung seiner Mutter, weinte Al-Haarith Al-Aklee (ra). Als er nach dem Grund gefragt wurde, warum er weinte, antwortete er: „Warum sollte ich nicht weinen, wenn eine meiner Türen ins Paradies nun geschlossen ist?”

Teil II:

Wir ernten, was wir in einem fernen Land sähen. Vor langer Zeit wurde ein Junge blind geboren. Seine verwitwete Mutter –als gute Muslima, die sie war - hat ihre Hoffnung im Du’a nie aufgegeben und kontinuierlich gebetet. Einige Jahre später hat der Junge seine Sehfähigkeit zurück erlangt. Al-Hamdu lillaah.

Ihr wurde bewusst, dass ihr Dorf nicht der geeignete Ort war, um ihrem Sohn eine hervorragende islamische Ausbildung zu ermöglichen. Sie entschied sich daher, mit ihrem Sohn an der Hand, nach Makkah auszuwandern. Dort konnte sie beobachten, wie er in Quran und Hadith unterwiesen wurde und das Letztere zu seinem Schwerpunkt wurde. Er machte weite Reisen, um Ahadith zu sammeln und stellte diese in einem Buch zusammen, welches in seiner Authentizität dem Quran folgt. Nie hat der junge Mann seine Mutter vergessen, die ihn wohl erzogen hatte. Diese hatte ihm den Namen Muhammad ibn Isma’il gegeben und vielen von uns ist er bekannt unter dem Namen: Al-Imam Al-Bukhari!

Liebe Brüder und Schwestern, wie häufig kommt es vor, dass ein Bauer Weizen säht und Sonnenblumen herauskommen? Nie ist wohl die richtige Antwortet! Wie kann es dann sein, dass einige den Samen von der einen Pflanze sähen und eine andere Pflanze erwarten. Das kann einfach nicht geschehen. Genauso lassen einige Eltern ihre Kinder im Sumpf von Fernsehen, Musik, Filmen und Kafir Freunden verkommen. Wenn das Kind dann die Schule abschließt und dann fragt, ob es mit seiner Freundin zum Abschlussball gehen darf, oder wenn er mit dem Eintritt in die Universität aufhört, zu beten, oder wenn er mit einer Ungläubigen heiratet, dann fragen die Eltern: „Wie konnte das passieren?“

Brüder und Schwestern, wir ernten, was wir sähen. Woher sollen unsere Kinder Gehorsam lernen, wenn wir es unseren Kindern nicht beibringen? Wenn wir selber den Islam nicht praktizieren, wen können unsere Kinder dann als Vorbilder nehmen? Wie bringt ihr einem Kind bei, zum Fajr aufzuwachen, wenn er seine eigenen Eltern Tag für Tag beobachtet, wie sie das Gebet verschlafen? Ihr fragt euch vielleicht, wie kann ich mein Kind zu einem guten Muslim erziehen, der seinen Eltern gehorcht? Zieht folgendes in Erwägung:

Erstens: Man sollte seine Kinder während der gesamten Jugend zur Disziplin heranziehen. Hisham ibn Abd Al-Malik vermisste einmal einen seiner Söhne beim Jumu’ah. Als er ihn später traf, fragte er ihn: Warum hast du Jumu’ah verpasst?“ Sein Sohn antwortete: „Mein Esel war nicht in der Lage, die Strecke zu schaffen.“ Sein Vater sagte daraufhin: „Konntest du nicht zu Fuß zur Masjid!“ Für das ganze nächste Jahr, ließ Hisham ibn Abd Al-Malik seinen Sohn zum Jumu’ah zu Fuß gehen.

Zweitens: Die Frömmigkeit des Vaters und der Mutter erreicht die Kinder. Im Quran berichtet uns Allah die Geschichte von Khidr, wie er die Wand für die Waisen wieder aufbaute.

„Und was nun die Mauer anbelangt, so gehörte sie zwei Waisenknaben in der Stadt, und darunter lag ein Schatz für sie (verborgen), und ihr Vater war ein rechtschaffener Mann gewesen; so wünschte dein Herr, dass sie ihre Volljährigkeit erreichen und ihren Schatz heben mögen – als eine Barmherzigkeit deines Herrn; und ich tat es nicht aus eigenem Ermessen.“ [QS: 18/82]

Schaut, wie Allah diese Waisen beschützte, wegen der Frömmigkeit ihres Vaters. Im Tafsir steht geschrieben, dass es ihr Großvater vor sieben Generationen gewesen ist! Sa’eed ibn Jubary sagte: „Ich verlängere häufig mein Gebet um meines Sohnes Willen, vielleicht beschützt ihn Allah aus diesem Grund.“

Lasst uns abschließend noch einmal über die Vorzüglichkeit nachdenken, die der Respekt gegenüber den Eltern mit sich bringt.

Es ist eine der größten Dinge, die wir tun können. Im Bukhari und Muslim, berichtet Abd Allah ibn Mas’ood (ra), wie ein Mann den Propheten - Sal Allahu alayhi wa Sallam - fragte: „Welche Tat ist die am meisten geliebte bei Allah? Er - Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagte: “Das Gebet zur rechten Zeit.“ Der Mann fragte: „Und dann?“ Er - Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagte: “Die Eltern zu respektieren und zu ehren.” Er sagte: „Und dann?” Der Prophet (sas) antwortete: „Jihad um Allahs willen.”

Es ist ein Mittel, durch das unsere Sünden vergeben werden. Allah befiehlt im Quran: „Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen seine Eltern gütig zu sein…“ [QS: 46/15]

Im nächsten Vers heißt es: „ Das sind die, von denen Wir die guten Werke annehmen…“[QS: 46/16]

Unsere Eltern zu respektieren, wird uns ins Paradies führen! Abu Hurayrah (ra) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs - Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagen: „Möge er untergehen! Möge er untergehen! Möge er untergehen!“ Man fragte: „Wer, Oh Gesandter Allahs?“ Der Prophet (sas) sagte: „Derjenige, dessen Eltern ein hohes Alter erreichen – ein Elternteil oder beide – und der dann nicht ins Paradies eintreten wird (wegen der Güte, die er ihnen vorenthalten hat).” [Muslim]

Und wenn unsere Eltern nicht mehr da sind, dann endet unsere Güte ihnen gegenüber nicht.

Malik ibn Rabi’ah Al-Saa’idi berichtet: Wir saßen mit dem Gesandten Allahs (sas), als ein Mann von den Ansar kam und fragte: „Oh Gesandter Allahs, ist irgendetwas vom Birr (der Güte) meinen Eltern gegenüber übrig geblieben, was ich ihnen nach ihrem Tod zukommen lassen kann?“ Der Prophet (sas) sagte: “Ja, vier Sachen: Bete und frage um Vergebung für sie, erfülle ihre Eide, sei gut zu ihren Freunden und erhalte die Verwandtschaftsbande, welche nur über ihren Bezug bestehen. Das ist, was vom Birr nach ihrem Tod übrig ist.“

Aamir ibn Abd Allah ibn Az-Zubayr (ra) sagte: “Mein Vater starb und für ein ganzes Jahr habe ich Allah nach nichts anderem gefragt, außer dass Er meinem Vater vergibt.” [Ahmad, Abu Dawood, und Ibn Maajah]

Meine lieben Brüder und Schwestern, wenn ihr eure Eltern heute seht, dann vergesst nicht die Worte des Gesandten Allahs - Sal Allahu alayhi wa Sallam - “Fa feehima fa Jaahid! Macht Jihad durch (gute Behandlung) der Eltern.

Oh Allah, vergib uns und unseren Eltern und belohne sie mit der besten Belohnung. Oh Allah, erhöhe ihre Stufe im Jenseits und in der Dunya; Mach das, womit sie heimgesucht werden, zu einer Schmälerung ihrer Sünden. Oh Allah, gewähre ihnen den Zutritt ins Firdaus, der höchsten Stufe des Paradieses, mit den Propheten, den Siddeeqeen und den Märtyrern. Ameen.

Quelle: Khutba.com

Fataawa über das Aussprechen der Absicht

Fataawa über das Aussprechen der Absicht

Frage:

Wie lautet die Fataawa über das laute Aussprechen der Niyya (Absicht) für das Gebet und die Reinigung?

Antwort:

Das ist eine Erneuerung. Solches wurde weder vom Propheten, sallallahu ‘aleihi wa sallam, noch von seinen Gefährten berichtet. Aus diesem Grund ist es zu vermeiden. Der Ort für die Absicht ist das Herz. Es ist niemals nötig, eine Absicht zu äußern.

Shaikh bin Baz

Fataawa über das Geburtstagsfeiern

Fatwa über das Geburtstagfeiern

Frage:
-
Wie lautet die Fatwa über das Geburtstagfeiern?
-
Antwort:
-
Das Geburtstagfeiern besitzt in der reinen Schariah nirgendwo eine Quelle. Es ist tatsächlich eine Erneuerung, über welche der Gesandte Allahs, sallallahu ‘aleihi wa sallam, sagte:
-
“Wer etwas in unsere Angelegenheiten einführt, das nicht dazu gehört, dessen Handlung soll zurückgewiesen werden.”
-
Dies wurde sowohl von Al-Bukhary als auch von Muslim überliefert. In einer anderen Version berichten Muslim und Al-Bukhary in einer definitiven mu’allaq* Form:
-
Wer eine Tat vollbringt, die unseren Angelegenheiten nicht entspricht, dessen Tat wird abgelehnt.”
-
Es ist uns wohlbekannt, dass der Prophet, sallallahu ‘aleihi wa sallam, während seines ganzen Lebens weder seinen Geburtstag feierte noch jemals anordnete, dass er gefeiert werden solle. Auch lehrte er seinen Gefährten nicht, dies zu tun. Daher feierten ihn auch die rechtgeleiteten Kalifen und alle seine Gefährten nicht. Sie sind die Menschen mit dem größten Wissen über seine Sunnah und sie waren die Beliebtesten bei dem Propheten, sallallahu ‘aleihi wa sallam. Sie waren ebenfalls diejenigen, die am meisten darauf bedacht waren, alles zu befolgen, was der Prophet, sallallahu ‘aleihi wa sallam, gebracht hat. Wenn also jemand den Geburtstag des Ptpheten, sallallahu ‘aleihi wa sallam, hätte feiern sollen, dann wäre es zu ihrer Zeit offenkundig gemacht geworden. Demgemäß feierte auch keiner der Gelehrten der besten Generationen** seinen Geburtstag, noch befahl einer dies zu tun.
Von dem zuvor genannten ist klar ersichtlich, dass eine derartige Feier nicht von dem Gesetz stammt, das Allah, subhanahu wa ta’ala, Muhammad, sallallahu ‘aleihi wa sallam, gegeben hat. Wir rufen Allah, subhanahu wa ta’ala, und alle Muslime zu Zeugen, wenn der Prophet, sallallahu ‘aleihi wa sallam, dies getan oder auch nur befohlen hätte, oder wenn auch nur seine Gefährten dies getan hätten, dann würden wir uns beeilen, es ihnen gleich zu tun und andere dazu aufrufen, es auch zu machen. Und dies - alles Lob gebührt Allah, subhanahu wa ta’ala, — weil wir diejenigen sind, die am meisten darauf bedacht sind, seiner Sunnah zu folgen und seine Anordnungen und Verbote zu befolgen. Wir bitten Allah für uns selbst und unsere muslimischen Brüder um Standhaftigkeit bei der Wahrheit, indem wir alles meiden, was von Allahs reiner Schariah abweicht. Wahrlich, Er ist der Großzügigste und Edelste.
Schaikh bin Baz
-
*Mu’allaq: bedeutet, dass Al-Bukhary nicht die ganze Überliefererkette des Hadith nannte. Trotzdem, wenn es in einer „definitiven muallaq Form” steht, zeigt dies, dass er ihn bis zu dem Überlieferer, den er nannte, für authentisch hielt.
**Die ersten drei Generationen des Islam, d.h. die Generation des Propheten, sallallahu ‘aleihi wa sallam, und die zwei folgenden.